Dolmetschen & Übersetzen

Dolmetschen

Gebärdensprachdolmetschen bezeichnet die Tätigkeit von Personen, die zwischen unterschiedlichen Sprachen, also Lautsprachen und Gebärdensprachen dolmetschen. Dabei werden die Inhalte der einen Sprache in der anderen Sprache wiedergegeben. GebärdensprachdolmetscherInnen müssen nicht nur über exzellente Sprachkenntnisse in der Laut- als auch Gebärdensprache verfügen, sondern auch über soziolinguistische und soziokulturelle Unterschiede der beiden Sprachgruppen Bescheid wissen. Die Einsatzbereiche dieser Berufsgruppe sind äußerst vielfältig.

GebärdensprachdolmetscherInnen, die Mitglieder im ÖGSDV sind, sind immer der Berufs- und Ehrenordnung verpflichtet. Durch die neuesten Entwicklungen auf internationaler Ebene kommt es auch immer häufiger vor, dass die österreichischen GebärdensprachdolmetscherInnen nicht nur mit Deutsch und der ÖGS (der Österreichischen Gebärdensprache) arbeiten, sondern auch andere Sprachen mit ÖGS kombinieren müssen. Näheres dazu erfahren Sie hier.

 

Übersetzen

Beim Übersetzen liegen – im Gegensatz zum Dolmetschen- Ausgangs- und Zieltext permanent vor.  Solche permanent vorliegenden Texte können beim Gebärdensprachübersetzen unter anderem schriftliche deutsche Texte, Audio- oder Videoaufzeichnungen in deutscher Sprache oder Videoaufzeichnungen von Texten in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) sein.

 

Taube DolmetscherInnen

Bei Tauben DolmetscherInnen handelt es sich um gehörlose Personen, die die Ausbildung zum tauben Gebärdensprachdolmetscher/zur tauben Gebärdensprachdolmetscherin absolviert haben. Sie sind (im Idealfall) mit der Gebärdensprache als Muttersprache/L1 aufgewachsen und haben durch diesen natürlichen Spracherwerb ein sehr feines, intuitives und differenziertes Sprachgefühl. Sie arbeiten in ihrer Dolmetsch- bzw.  Übersetzungstätigkeit vorwiegend im Team mit hörenden GebärdensprachdolmetscherInnen und -übersetzerInnen zusammen. Die Einsatzbereiche von tauben DolmetscherInnen können sehr vielfältig sein.